„Wir sind auf dem Festival und alle anderen sind Wikinger und spielen Akkordeons… Und dann haben wir beobachtet, was wir tun, so nach dem Motto: „Ich hoffe, das ist nicht unsere Schuld!“ Ivar Bjørnson erzählt, wie Enslaved vermied, Black Metal zu sein und stattdessen Progressiv zu werden.“

„Wir sind auf dem Festival und alle anderen sind Wikinger und spielen Akkordeons… Und dann haben wir beobachtet, was wir tun, so nach dem Motto: „Ich hoffe, das ist nicht unsere Schuld!“ Ivar Bjørnson erzählt, wie Enslaved vermied, Black Metal zu sein und stattdessen Progressiv zu werden.“


Der Rhythmusgitarrist und Synthesizerspieler von Enslaved, Ivar Bjørnson, zeigt seine Liebe zu Pink Floyd offen. Das Prog-Magazin befindet sich im USF Verftet, einer alten Sardinenfabrik in ihrer Heimatstadt Bergen, bevor die Band ein Konzert für ihr neues Album Heimdal und ihre eigene Biermarke gibt. Bjørnson zeigt stolz sein großes The Dark Side Of The Moon Tattoo auf seinem Unterarm. Enslaved wurde 1991 von ihm und seinem Freund Grutle Kjellson während der glorreichen Tage der norwegischen Black Metal-Szene gegründet. Obwohl ihre Wurzeln in extremem Metal liegen, haben Enslaved seit den frühen 2000er Jahren immer mehr progressive Elemente in ihren Sound integriert und sich dadurch in den letzten zehn Jahren an die Spitze der modernen Prog-Metal-Szene katapultiert. Bjørnsons Arbeit mit Einar Selvik von Wardruna für ihr By Norse Label treibt die musikalischen Grenzen weiter voran.

Natürlich gibt es auch in der Prog-Szene manchmal Herausforderungen, da einige Fans von Heavy Metal die Band nicht als Teil des Genres akzeptieren. Als jedoch einige beschwerdeführende Kommentare über Enslaveds Album Utgard auf den Social-Media-Seiten der Prog Writers‘ Albums Of The Year auftauchten, sprangen viele pro-Enslaved Prog-Fans ein, um die Band zu unterstützen.

Es war eine faszinierende Reise für die Band und insbesondere für Bjørnson, der sich durch den verstorbenen Euronymous von der Pionier-Black-Metal-Band Mayhem weiter für progressive Musik begeisterte. Aber trotz aller Wendungen hat der große, bärtige, tätowierte und freundliche Musiker alles mitgemacht.

Seine erste Erinnerung an Musik war das Hören von Musik im Auto während eines Urlaubs in den frühen 80er Jahren. Sein erster Eindruck von Rockmusik war, als er die Band Kiss in einer Kinderserie im Fernsehen sah und sich von der Band angezogen fühlte. Sein Vater war ein großer Elvis-Fan und spielte oft akustische Gitarre, was Bjørnson dazu inspirierte, selbst ein Instrument zu lernen. Im Alter von 15 Jahren begann er Gitarre zu spielen und entdeckte die Band Venom, die sein Interesse an härterer Musik weckte. Seine Begegnung mit Euronymous von Mayhem und dessen Einfluss auf ihn als Gitarrist und Musiker war ein wichtiger Wendepunkt in seiner musikalischen Entwicklung.

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Bjørnson erzählt auch, wie Enslaved gegründet wurde und wie sie sich von der extremen Black Metal-Szene abgrenzten, indem sie sich für die nordische Mythologie und nicht für den Satanismus entschieden. Er erläutert weiterhin die Entwicklung des Enslaved-Sounds in Richtung progressiver und psychedelischer Klänge und wie sie mit der Kritik von Fans umgehen, die ihre Veränderung des Sounds nicht akzeptieren.

Zusätzlich spricht er über seine Zusammenarbeit mit Einar Selvik von Wardruna und dem By Norse Label, die ihm künstlerisch viel gegeben haben. Darüber hinaus betont er die Bedeutung von Identität und Geschichte in der Musik und wie Enslaved versucht, diese Themen in ihre Musik und Texte einzubringen. Er spricht auch über die Reaktion der Prog-Fans auf Enslaveds Musik und wie sich die Prog-Szene entwickelt hat.

Abschließend zeigt sich Bjørnson sehr zufrieden mit der musikalischen Reise von Enslaved und betont, dass sie immer noch mit Begeisterung Proben abhalten und Musik machen.

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