Jack Black hat die Heavy-Metal-Fahne fast 30 Jahre lang im Mainstream hochgehalten. Es ist an der Zeit, ihm seine Blumen zu geben.

Jack Black hat die Heavy-Metal-Fahne fast 30 Jahre lang im Mainstream hochgehalten. Es ist an der Zeit, ihm seine Blumen zu geben.


Als Slayer am 30. November 2019 ihr letztes Konzert spielten, schlossen sich eine Reihe von Prominenten, darunter Mitglieder von Metallica, King Diamond, Anthrax und anderen Metal-Stars, den 17.000 anwesenden Fans an, um sie gebührend zu verabschieden. Auch Hollywood-Schwergewichte wie Jason Momoa, Bill Burr und sogar Post Malone waren dabei. Sie gehören zu einer relativ exklusiven, aber engagierten Gruppe von berühmten Headbangern: den sofort erkennbaren Gesichtern, die ihre Riffs massiv und ihre Lautstärke auf 11 bevorzugen.

Allerdings trägt kaum ein Prominenter seine Liebe zum Heavy Metal so stolz und lautstark zur Schau wie Jack Black. Die multitalentierte Schauspieler, Komiker und Musikerin’s Verehrung für Metal ist nicht nur ein vorübergehendes Interesse oder ein ästhetisches Accessoire – sie ist ein Teil seiner gesamten Weltanschauung. Wenn man Blacks DNA analysieren würde, würde man wahrscheinlich viele handgezeichnete Pentagramme und Dio-Lyrics finden.

Black landete zum ersten Mal auf dem kulturellen Radar mit Tenacious D, seinem akustischen Metal-Duo mit dem Gitarristen und Schauspielerkollegen Kyle Gass. Gegründet im Jahr 1994 könnte das Duo die wohl bekannteste lebende Hommage an Metal in der Popkultur sein. Mit vier Comedy-Alben vollgepackt mit Songs wie „Tribute“ und „The Metal“ parodiert The D nicht die Metal-Kultur – sie feiern sie ausgelassen. Ihre Lieder sind mit akribischer Detailgenauigkeit gestaltet, von komplexen Gitarrensolos über mitreißende Hooks bis hin zu kraftvollen Gesangseinlagen, die selbst erfahrene Metal-Frontmänner vor Neid erblassen lassen würden.

Einen Teil des Ruhmes verdanken sie Metallica, wie Black 2023 dem Metal Hammer erzählte: „Ehrlich gesagt war der erste Song, bei dem wir uns verbunden fühlten, den ich Kyle vorgespielt habe und gesagt habe: ‚Hör dir das an, das ist der beste Song der Welt‘, Metallicas ‚One‘, und vielleicht war in unseren Anfangstagen etwas von Metallica in uns und das hat dazu geführt, dass wir Metallica in unseren Adern haben.“

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Die Metal-Community hat The D begeistert aufgenommen: Die Band bereiste die Welt, spielte auf verrückten europäischen Metal-Festivals und gewann sogar 2015 einen Grammy für die beste Metal-Performance, dank ihres Covers von Dios „The Last In Line“. Black erklärte seine Band-Philosophie gegenüber dem Metal Hammer 2023 folgendermaßen: „Wir sind nicht Simon und Garfunkel, OK? Wir sind fickend Black Sabbath!“

Blacks Echtheit als Metal-Fan wird durch die wirklichen Freundschaften und Zusammenarbeiten unterstrichen, die er mit mehreren Legenden der Heavy-Musik erlebt hat. Ob Dave Grohl, der bei Tenacious Ds Alben Schlagzeug spielt oder ihre berührenden Tributes an Ronnie James Dio – Blacks Platz im Metal-Pantheon ist unbestreitbar. Sie waren Vorgruppe von Tool und Metallica, nicht nur weil sie lustig sind, sondern weil sie ernstzunehmende musikalische Fähigkeiten mitbringen, einschließlich Blacks gewaltigen Gesangsstimme. Er ist nicht nur ein Fan, er ist ein Kollege.

Black lässt auch selten eine Gelegenheit ungenutzt, um das Evangelium zu verbreiten. Von Interviews bis hin zu Auftritten bei Preisverleihungen genießt der Star es, die Hörner zu zeigen und Metal-Lyrics herauszuschmettern. Seine Hommage an Dio bei den MTV Video Music Awards 2002, wo er den legendären Metal-Sänger als „einen der Pioniere des Metal“ bezeichnete, war nicht nur eine Anerkennung an eine Metal-Ikone, sondern auch eine klare Botschaft von seiner eigenen Zugehörigkeit zur Gemeinschaft. Dann gab es noch die Zeit, als er 2011 in der Tonight Show „War Pigs“ sang und es einfach nur rockte. Vor Kurzem versammelte Black sogar eine Band aus 12- und 13-Jährigen, um zum 100. Geburtstag von Tom Morellos Mutter eine mitreißende Coverversion von Ozzy Osbournes „Mr. Crowley“ zum Besten zu geben.

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Dann gibt es noch Blacks Schauspielkarriere. In seiner umfangreichen Filmografie zeigt sich seine Hingabe zum Metal in Gestalt von Charakteren wie Dewey Finn aus „School of Rock“: ein vom Pech verfolgter Musiker, der seine Schüler in die Klänge, Geschichte und Mythologie des Metals einführt. Abseits der plumpen Klischees, die den Metal im Film oft begleiten, war „School of Rock“ vor allem deshalb erfolgreich, weil Black in der Rolle des sympathischen Protagonisten seine Headbanging-Leidenschaft authentisch vermitteln konnte.

Während viele Prominente vielleicht die Lederjacke anziehen, gelegentlich ein Band-T-Shirt tragen oder die Hörner zeigen, um edgy zu wirken, geht es bei Blacks Liebe zum Metal nicht darum, nach Außen so auszusehen. Es geht darum, selbst wirklich ein Teil davon zu sein. Sein Wissen über das Genre, seine Fähigkeit, obskure Bands, Alben und Songs zu zitieren, machen deutlich, dass es sich hierbei nicht um eine oberflächliche Faszination handelt. Es ist eine tief verwurzelte Leidenschaft.

In der glitzernden Welt des Showbusiness, in der Persönlichkeiten oft inszeniert und kommerzialisiert werden, erstrahlt Jack Black als leuchtendes Beispiel für Authentizität. Seine Liebe zum Metal ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Persönlichkeit. Sie schwingt in seiner Arbeit, seinen Interaktionen und seiner echten Begeisterung beim Diskutieren des Genres mit. In einer Zeit flüchtiger Trends bleibt Black seiner Verbundenheit zum Metal treu und wird dadurch nicht nur zum Fan, sondern zu einem echten Fackelträger für das Genre.

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